Maximalpuls-Rechner
Eingabe
Streuung beachten
Die tatsächliche HFmax kann um ±10–12 Schläge vom Schätzwert abweichen. Alle Ergebnisse dienen der Orientierung im Training und ersetzen keine Leistungsdiagnostik. Bei Vorerkrankungen, Beschwerden oder Trainingsbeginn nach längerer Pause holen Sie vor intensiven Belastungen ärztlichen Rat ein.
Was ist der Maximalpuls?
Der Maximalpuls (HFmax) ist die höchste Herzfrequenz, die Ihr Herz unter maximaler Belastung erreichen kann. Er ist weitgehend altersabhängig und lässt sich durch Training kaum steigern – wohl aber sinkt er mit den Jahren.
Trainingszonen in Prozent der HFmax sind die einfachste Form der Trainingssteuerung. Deshalb ist ein realistischer Maximalpuls die Grundlage vieler Puls-basierter Trainingspläne.
So nutzen Sie den Maximalpuls-Rechner
- Geben Sie Ihr Alter in Jahren ein.
- Wählen Sie die Formel – im Zweifel Tanaka, sie ist am besten abgesichert.
- Lesen Sie den geschätzten Maximalpuls und die Vergleichswerte der anderen Formeln ab.
- Nutzen Sie den Grundlagenbereich (65–75 %) als Startpunkt für ruhige Ausdauereinheiten.
Drei Formeln im Vergleich
Die Tanaka-Formel stammt aus einer Meta-Analyse von 351 Studien (Tanaka et al., 2001) und gilt als genauerer Nachfolger der Faustformel „220 minus Alter“ von Fox. Gellish et al. (2007) schlagen eine leicht andere Steigung vor.
Wie genau sind die Schätzungen?
Alle Altersformeln beschreiben Bevölkerungsdurchschnitte. Die individuelle HFmax streut mit einer Standardabweichung von etwa 10–12 Schlägen pro Minute – ein 40-Jähriger kann also real zwischen 168 und 192 bpm liegen, obwohl die Formel 180 bpm ausgibt.
Für eine verlässliche HFmax hilft nur ein maximaler Belastungstest, idealerweise unter fachlicher Anleitung.
Beispiel aus dem Alltag
Sandra ist 40 Jahre alt und beginnt mit Laufband-Training nach Puls. Nach Tanaka liegt ihr Maximalpuls bei 208 − 0,7 × 40 = 180 bpm. Ihr ruhiger Grundlagentempo-Bereich von 65–75 % liegt damit bei 117–135 bpm – dort absolviert sie ihre langen Läufe.
Wann Vorsicht geboten ist
Bei Herzerkrankungen, Bluthochdruck oder der Einnahme von Betablockern sind Formelwerte und prozentuale Zonen nicht ohne Weiteres anwendbar.
Kinder und sehr gut trainierte Ausdauersportler weichen häufig systematisch von den Formeln ab.
FAQ: Häufige Fragen
Welche Maximalpuls-Formel ist die beste?+
Die Tanaka-Formel (208 − 0,7 × Alter) basiert auf der größten Datenlage und wird in der Sportwissenschaft am häufigsten empfohlen. Alle Formeln bleiben aber Schätzungen mit ±10–12 bpm Streuung.
Kann ich meinen Maximalpuls durch Training erhöhen?+
Nein, die HFmax ist weitgehend genetisch und altersabhängig festgelegt. Training verbessert, wie lange Sie hohe Pulswerte halten können – nicht den Maximalwert selbst.
Wie messe ich meinen echten Maximalpuls?+
Durch einen maximalen Belastungstest, z. B. einen abschließenden Steigerungslauf nach Warmlaufen. Wegen der hohen Belastung sollten Untrainierte und Menschen mit Vorerkrankungen das nur nach ärztlicher Rücksprache tun.
Quellen
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