Mietbelastungsquote Rechner
Haushalt
Was ist die Mietbelastungsquote?
Die MBQ ist ein zentraler Wohnkosten-Indikator des Statistischen Bundesamtes und des BBSR. Sie zeigt, welcher Anteil des verfügbaren Einkommens für die Wohnkosten draufgeht.
Werte unter 25 % gelten als gesund. Ab 30 % spricht das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) von einer Wohnkostenüberlast.
Welche Eingaben braucht der MBQ-Rechner?
- Haushaltsnetto pro Monat eintragen.
- Warmmiete pro Monat eintragen.
- MBQ, Bewertung und Höchstmiete ablesen.
Formel zur Berechnung der MBQ
Die Warmmiete enthält Kaltmiete sowie Heiz- und Nebenkosten. Ohne Strom und Internet.
Wann gilt eine Miete als überlastet?
BBSR: Wohnkostenüberlast bei MBQ > 30 %, kritisch ab > 40 %.
Niedrigverdiener mit MBQ > 40 % gelten als wohnkostenarmutsgefährdet (EU-SILC).
Beispiel aus dem Alltag
Hannah und Felix haben 3.000 € Haushaltsnetto und zahlen 1.000 € Warmmiete.
MBQ = 33,3 % (im Rahmen, aber knapp an der Schwelle). Empfohlene Höchstmiete: 900 €.
Tipps zur Verringerung der MBQ
Heizkosten durch energetische Sanierung und richtiges Lüften senken.
Wohngeld beantragen bei niedrigem Einkommen (WoGG).
FAQ: Häufige Fragen
Soll ich Strom in die Warmmiete einrechnen?+
Klassisch nein – Strom zählt nicht zu den Betriebskosten und damit nicht zur Warmmiete.
Welche MBQ gilt als finanziell sicher?+
Banken setzen für die Wohnkostenbelastung häufig maximal 35 % an, besser unter 30 %.
Wann besteht Anspruch auf Wohngeld?+
Wenn das Einkommen unter den Grenzen des WoGG liegt und die Miete in zumutbarem Verhältnis steht – Antrag bei der Gemeinde.
Zählt das Einkommen brutto oder netto?+
Für die MBQ wird das verfügbare Nettoeinkommen verwendet – ohne Steuern und Sozialabgaben.
Quellen
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