Wasserbedarf Kinder Rechner

Kinddaten

DGE-Trinkmenge / Tag (Getränke)940 ml
Holliday-Segar-Erhaltungsbedarf / Tag (Gesamtflüssigkeit inkl. Nahrung)1.540 ml
Angewendeter Faktor× 1,00

Hinweis: zwei verschiedene Bedarfe

Die DGE-Trinkmenge bezieht sich auf Getränke (Wasser, ungesüßte Tees). Der Holliday-Segar-Wert ist der gesamte Flüssigkeitsbedarf inklusive Wasser aus Nahrung – er ist daher höher und sollte NICHT komplett als Getränkemenge interpretiert werden.

Hinweis für Kinder

Hinweise zu Kindern und Säuglingen sind besonders sensibel – im Zweifel Kinderarzt/-ärztin oder Hebamme fragen. Bei Trinkschwäche, Fieber, Erbrechen, Durchfall oder Gewichtsverlust unverzüglich ärztlich abklären.

Wie viel sollen Kinder trinken?

Säuglinge unter 6 Monaten decken ihren Flüssigkeitsbedarf über Mutter- oder Säuglingsmilch – getrennter Wasserbedarf ist erst ab Beikost relevant.

Die DGE empfiehlt altersabhängige Richtwerte für die Gesamt-Wasserzufuhr (Getränke + Lebensmittel):

4–12 Monate: 400 ml; 1–3 Jahre: 820 ml; 4–6 Jahre: 940 ml; 7–9 Jahre: 970 ml; 10–12 Jahre: 1170 ml; 13–14 Jahre: 1330 ml; 15–18 Jahre: 1530 ml.

Welche Eingaben braucht der Rechner?

  1. Alter des Kindes in Monaten oder Jahren.
  2. Gewicht in kg.
  3. Aktivitäts-/Hitze-Modus wählen.

Holliday-Segar plus Zuschlag

Tagesbedarf (ml) = 100·min(10, kg) + 50·max(0, min(10, kg−10)) + 20·max(0, kg−20); · Aktivitätsfaktor (1,0 / 1,1 / 1,2)

Holliday-Segar 1957. Aktivitäts-/Hitzefaktor: normal 1,0; sportlich 1,1; Hitze/Fieber 1,2 (zusätzlich ärztlich abklären).

Wie wird das Ergebnis genutzt?

Die Range gibt eine Orientierung – Kinder regulieren Durst meist selbst. Wichtiger als ml ist regelmäßiges, ungesüßtes Trinken über den Tag.

Bei Fieber, Erbrechen, Durchfall oder verminderter Trinkmenge ärztlich abklären.

Beispiel aus dem Alltag

Kind 6 Jahre, 22 kg, normaler Tag: Holliday-Segar = 1.500 + 40 = 1.540 ml. DGE-Richtwert (4–6 J): ~940 ml.

Bei großer Hitze (·1,2) ergibt Holliday-Segar 1.848 ml – Kind aktiv mit Wasser, Tee oder Schorle versorgen.

Wann ist die Schätzung ungenau?

Säuglinge < 6 Monaten gehören nicht in diesen Rechner. Bei Erkrankungen, Nierenproblemen, Diabetes insipidus oder verminderter Trinkmenge immer Kinderarzt fragen.

Hinweise zu Kindern und Säuglingen sind besonders sensibel – im Zweifel Kinderarzt/-ärztin oder Hebamme fragen. Bei Trinkschwäche, Fieber, Erbrechen, Durchfall oder Gewichtsverlust unverzüglich ärztlich abklären.

Unverbindliche Orientierung – ersetzt keine ärztliche Diagnose, Therapie oder individuelle Beratung. Bei Beschwerden bitte Arzt, Ärztin, Hebamme oder Apotheke kontaktieren.

FAQ: Häufige Fragen

Zählt Milch zur Trinkmenge?+

Milch ist eher Nahrungsmittel und sollte nicht als Hauptgetränk zählen – Wasser oder ungesüßter Tee sind erste Wahl.

Wie merke ich, dass mein Kind genug trinkt?+

Helle Urinfarbe und 4–6 nasse Windeln/Toilettengänge pro Tag sind gute Hinweise.

Was bei Krankheit?+

Mehr anbieten, häufige kleine Mengen, bei anhaltendem Erbrechen oder Durchfall Kinderarzt aufsuchen.

Quellen

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