Wasserbedarf Kinder Rechner
Kinddaten
Hinweis: zwei verschiedene Bedarfe
Die DGE-Trinkmenge bezieht sich auf Getränke (Wasser, ungesüßte Tees). Der Holliday-Segar-Wert ist der gesamte Flüssigkeitsbedarf inklusive Wasser aus Nahrung – er ist daher höher und sollte NICHT komplett als Getränkemenge interpretiert werden.
Hinweis für Kinder
Hinweise zu Kindern und Säuglingen sind besonders sensibel – im Zweifel Kinderarzt/-ärztin oder Hebamme fragen. Bei Trinkschwäche, Fieber, Erbrechen, Durchfall oder Gewichtsverlust unverzüglich ärztlich abklären.
Wie viel sollen Kinder trinken?
Säuglinge unter 6 Monaten decken ihren Flüssigkeitsbedarf über Mutter- oder Säuglingsmilch – getrennter Wasserbedarf ist erst ab Beikost relevant.
Die DGE empfiehlt altersabhängige Richtwerte für die Gesamt-Wasserzufuhr (Getränke + Lebensmittel):
4–12 Monate: 400 ml; 1–3 Jahre: 820 ml; 4–6 Jahre: 940 ml; 7–9 Jahre: 970 ml; 10–12 Jahre: 1170 ml; 13–14 Jahre: 1330 ml; 15–18 Jahre: 1530 ml.
Welche Eingaben braucht der Rechner?
- Alter des Kindes in Monaten oder Jahren.
- Gewicht in kg.
- Aktivitäts-/Hitze-Modus wählen.
Holliday-Segar plus Zuschlag
Holliday-Segar 1957. Aktivitäts-/Hitzefaktor: normal 1,0; sportlich 1,1; Hitze/Fieber 1,2 (zusätzlich ärztlich abklären).
Wie wird das Ergebnis genutzt?
Die Range gibt eine Orientierung – Kinder regulieren Durst meist selbst. Wichtiger als ml ist regelmäßiges, ungesüßtes Trinken über den Tag.
Bei Fieber, Erbrechen, Durchfall oder verminderter Trinkmenge ärztlich abklären.
Beispiel aus dem Alltag
Kind 6 Jahre, 22 kg, normaler Tag: Holliday-Segar = 1.500 + 40 = 1.540 ml. DGE-Richtwert (4–6 J): ~940 ml.
Bei großer Hitze (·1,2) ergibt Holliday-Segar 1.848 ml – Kind aktiv mit Wasser, Tee oder Schorle versorgen.
Wann ist die Schätzung ungenau?
Säuglinge < 6 Monaten gehören nicht in diesen Rechner. Bei Erkrankungen, Nierenproblemen, Diabetes insipidus oder verminderter Trinkmenge immer Kinderarzt fragen.
Hinweise zu Kindern und Säuglingen sind besonders sensibel – im Zweifel Kinderarzt/-ärztin oder Hebamme fragen. Bei Trinkschwäche, Fieber, Erbrechen, Durchfall oder Gewichtsverlust unverzüglich ärztlich abklären.
Unverbindliche Orientierung – ersetzt keine ärztliche Diagnose, Therapie oder individuelle Beratung. Bei Beschwerden bitte Arzt, Ärztin, Hebamme oder Apotheke kontaktieren.
FAQ: Häufige Fragen
Zählt Milch zur Trinkmenge?+
Milch ist eher Nahrungsmittel und sollte nicht als Hauptgetränk zählen – Wasser oder ungesüßter Tee sind erste Wahl.
Wie merke ich, dass mein Kind genug trinkt?+
Helle Urinfarbe und 4–6 nasse Windeln/Toilettengänge pro Tag sind gute Hinweise.
Was bei Krankheit?+
Mehr anbieten, häufige kleine Mengen, bei anhaltendem Erbrechen oder Durchfall Kinderarzt aufsuchen.
Quellen
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