Call Option Rechner

Art der Option

Preise und Prämie

Kontraktgröße

Gewinn / Verlust beim aktuellen Kurs-400,00 €
Innerer Wert (gesamt)0,00 €
Break-even-Kurs104,00 €
Gesamtprämie (Kosten/Erlös)400,00 €
Maximaler Gewinnunbegrenzt
Maximaler Verlust400,00 €

Hinweis zur Modellierung

Der Rechner zeigt das Gewinn-/Verlustprofil bei Verfall. Zeitwert, implizite Volatilität, Zinsen, Dividenden, Gebühren und Steuern sind nicht berücksichtigt.

Risikohinweis

Optionen sind hochriskante Finanzinstrumente. Insbesondere Short-Positionen können Verluste verursachen, die das eingesetzte Kapital deutlich übersteigen. Diese Berechnung ersetzt keine individuelle Anlageberatung.

Was eine Call- und eine Put-Option sind

Eine Option ist ein Vertrag, der dem Käufer das Recht gibt, einen Basiswert (z. B. eine Aktie) zu einem festgelegten Preis (Strike) bis zum Verfallstag zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). Für dieses Recht zahlt der Käufer dem Verkäufer (Stillhalter) eine Prämie.

Der Käufer einer Option (Long-Position) hat ein begrenztes Risiko in Höhe der gezahlten Prämie und – je nach Optionstyp – ein hohes oder sogar unbegrenztes Gewinnpotenzial. Der Verkäufer (Short-Position) erhält die Prämie als sicheren Erlös, trägt aber im Gegenzug ein deutlich höheres Verlustrisiko – beim Short Call sogar theoretisch unbegrenzt.

An deutschen Börsen werden standardisierte Aktienoptionen typischerweise mit einem Multiplikator von 100 gehandelt: Ein Kontrakt entspricht 100 Aktien des Basiswerts. Dieser Wert ist im Rechner voreingestellt, lässt sich aber anpassen.

Optionstyp, Position und Preise eintragen

  1. Wählen Sie den Optionstyp: Call oder Put.
  2. Wählen Sie Ihre Position: Long (Käufer) oder Short (Stillhalter).
  3. Geben Sie den aktuellen oder erwarteten Kurs des Basiswerts ein.
  4. Tragen Sie den Ausübungspreis (Strike) und die Optionsprämie pro Aktie ein.
  5. Geben Sie die Anzahl der Kontrakte und den Multiplikator ein (Standard 100).
  6. Sie sehen sofort den Gewinn oder Verlust beim aktuellen Kurs, den Break-even sowie das maximale Gewinn- und Verlustpotenzial.

Payoff- und Gewinnformeln im Überblick

Gewinn(Long Call) = (max(S − K, 0) − Prämie) · Kontrakte · Multiplikator · Gewinn(Long Put) = (max(K − S, 0) − Prämie) · Kontrakte · Multiplikator

S = aktueller Kurs des Basiswerts, K = Strike-Preis. Short-Positionen haben den umgekehrten Gewinn (Short = −Long). Break-even Call = K + Prämie · Break-even Put = K − Prämie. Der Rechner ermittelt nur den inneren Wert bei Verfall – Zeitwert und Volatilität (Black-Scholes) bleiben außen vor.

Long und Short – maximales Gewinn- und Verlustprofil

Ein Long Call gewinnt unbegrenzt, wenn der Kurs über den Strike steigt; der maximale Verlust ist auf die gezahlte Prämie begrenzt. Ein Long Put gewinnt maximal in Höhe von Strike minus Prämie (sollte der Basiswert auf 0 fallen) und verliert ebenfalls maximal die Prämie.

Beim Short Call ist der Maximalverlust theoretisch unbegrenzt – steigt der Basiswert stark, muss der Stillhalter zu jedem Preis liefern. Beim Short Put ist der Maximalverlust auf Strike minus Prämie begrenzt; der maximale Gewinn entspricht der eingenommenen Prämie. Short-Positionen sollten nur mit fundierter Risikosteuerung eingegangen werden.

Beispiel aus dem Alltag

Eine Anlegerin kauft einen Long Call auf eine Aktie mit Strike 100 €. Sie zahlt 4 € Prämie pro Aktie für einen Kontrakt mit Multiplikator 100, also insgesamt 400 €.

Steht die Aktie am Verfallstag bei 110 €, beträgt der innere Wert 10 € pro Aktie. Abzüglich der Prämie ergibt das einen Gewinn von 6 € · 100 = 600 €. Der Break-even liegt bei 104 €. Fällt die Aktie auf 95 €, verfällt die Option wertlos und der maximale Verlust beträgt 400 €.

Long-Put als Absicherung gegen fallende Kurse

Ein Anleger besitzt 100 Aktien einer Firma, die aktuell zu 50 € notieren. Zur Absicherung kauft er einen Long Put mit Strike 48 € für 1,50 € Prämie pro Aktie (insgesamt 150 € für einen Kontrakt).

Fällt der Kurs auf 40 €, beträgt der innere Wert 8 € pro Aktie. Der Gewinn aus der Option (8 € − 1,50 € = 6,50 € · 100 = 650 €) gleicht einen Großteil des Buchverlusts der Aktien aus. Der Break-even des Puts liegt bei 46,50 €.

Was der Rechner nicht abbildet

Der Rechner zeigt das Gewinn- und Verlustprofil bei Verfall der Option. Er berücksichtigt weder Zeitwert, implizite Volatilität, Zinsen, Dividenden noch Optionsgebühren oder Steuern (z. B. Abgeltungsteuer in Deutschland).

Für Bewertungen während der Laufzeit und für komplexe Strategien (Spreads, Strangles, Iron Condor) sind Modelle wie Black-Scholes oder ein vollwertiges Optionsbewertungstool notwendig. Optionen sind hochriskante Finanzinstrumente und für Privatanleger nur mit ausreichendem Wissen geeignet.

FAQ: Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer Call- und einer Put-Option?+

Eine Call-Option gibt dem Käufer das Recht, den Basiswert zum Strike-Preis zu kaufen, und gewinnt an Wert, wenn der Kurs steigt. Eine Put-Option gibt das Recht, zum Strike zu verkaufen, und gewinnt, wenn der Kurs fällt.

Wie berechne ich den Break-even einer Call-Option?+

Bei einer Long-Call-Option: Break-even = Strike + Prämie. Bei einer Long-Put-Option: Break-even = Strike − Prämie. Erst über bzw. unter diesem Kurs erzielt der Käufer überhaupt einen Gewinn.

Was bedeutet „im Geld“, „am Geld“ und „aus dem Geld“?+

Eine Call-Option ist „im Geld“, wenn der Kurs über dem Strike liegt, „am Geld“ bei Kursgleichheit und „aus dem Geld“ darunter. Bei Puts ist es umgekehrt. Nur Optionen im Geld haben am Verfallstag einen positiven inneren Wert.

Wie hoch ist mein maximaler Verlust beim Kauf einer Option?+

Beim Kauf (Long-Position) einer Call- oder Put-Option ist der maximale Verlust auf die gezahlte Prämie begrenzt – auch wenn sich der Markt extrem ungünstig entwickelt.

Warum ist der Verkauf einer Call-Option besonders riskant?+

Beim Short Call (ungedeckt) ist der maximale Verlust theoretisch unbegrenzt: Steigt der Basiswert stark, muss der Stillhalter zu jedem Marktpreis liefern. Deshalb ist diese Position nur für erfahrene Anleger mit Margin-Konto geeignet.

Quellen

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