Zinsrechner
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Hinweis
Die Berechnung folgt den Standardformeln für einfache Verzinsung und Zinseszins. Steuern (z. B. Abgeltungssteuer) sowie unterjährige Verzinsung werden nicht berücksichtigt.
Wofür sich die Zinsberechnung im Alltag lohnt
Die Berechnung von Zinsen, Endkapital und Zinsertrag ist die Grundlage für Tagesgeld, Festgeld, Sparbücher, einfache Anleihen und eine erste Einschätzung von Sparplänen oder Krediten. Sie zeigt, was eine Kapitalanlage über die Laufzeit tatsächlich einbringt – unabhängig vom Werbeversprechen einer Bank.
Sichtbar werden zwei sehr unterschiedliche Effekte: die einfache Verzinsung, bei der nur das Anfangskapital Zinsen bringt, und der Zinseszins, bei dem bereits gutgeschriebene Zinsen erneut verzinst werden und so das Wachstum beschleunigen.
Kapital, Zinssatz und Laufzeit richtig eintragen
- Anfangskapital in Euro eingeben – also der Betrag, der tatsächlich angelegt wird.
- Jahreszinssatz in Prozent angeben. Bei Anlageprodukten ist der effektive Jahreszins die richtige Größe für einen fairen Vergleich.
- Laufzeit in Jahren so wählen, wie das Geld realistisch liegen bleiben kann – das bestimmt den Zinseszinseffekt am stärksten.
- Zinseszins zu- oder abschalten, um den Unterschied zwischen einfacher und exponentieller Verzinsung direkt zu sehen.
Formel für einfache Verzinsung und Zinseszins
K = Kapital, p = Zinssatz pro Jahr (z. B. 0,03 für 3 %), t = Laufzeit in Jahren. Bei unterjähriger Verzinsung (z. B. monatlich) liegt der effektive Jahreszins entsprechend höher als der Nominalzins.
Warum Zinseszins über lange Laufzeiten überproportional wirkt
Über kurze Zeiträume ist der Unterschied zwischen einfacher Verzinsung und Zinseszins gering. Mit jedem zusätzlichen Jahr wächst der Effekt jedoch überproportional, weil die Basis für die Zinsen jedes Jahr steigt.
Eine Verdopplung der Laufzeit verdoppelt deshalb nicht nur den Ertrag – beim Zinseszins fällt der zusätzliche Gewinn deutlich höher aus. Je früher angelegt wird, desto stärker arbeitet dieser Effekt für das Vermögen.
Beispiel aus dem Alltag
Eine Sparerin in Hamburg legt 10.000 € für 5 Jahre zu 3 % pro Jahr an. Bei einfacher Verzinsung ergeben sich Zinsen von 10.000 × 0,03 × 5 = 1.500 €.
Mit Zinseszins beträgt das Endkapital 10.000 × 1,03^5 ≈ 11.592,74 € – also rund 92,74 € mehr Ertrag allein durch die jährliche Wiederanlage der Zinsen.
Über 20 Jahre wäre der Unterschied bereits über 1.800 €, obwohl Kapital und Zinssatz unverändert bleiben.
Warum Steuern, Inflation und Aktionszinsen nicht enthalten sind
Abgeltungsteuer (25 % plus Solidaritätszuschlag, ggf. Kirchensteuer), Sparerpauschbetrag, Kontoführungsgebühren und Inflation werden nicht abgebildet – das tatsächliche Nettoergebnis fällt entsprechend niedriger aus.
Auch Zinsänderungen während der Laufzeit, variable Tagesgeldzinsen oder zeitlich begrenzte Aktionsboni sind nicht enthalten. Das Ergebnis ist eine saubere mathematische Schätzung, kein konkretes Produktangebot.
FAQ: Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einfacher Verzinsung und Zinseszins?+
Bei einfacher Verzinsung werden Zinsen jedes Jahr nur auf das ursprüngliche Kapital berechnet. Beim Zinseszins fließen die Zinsen zurück ins Kapital und werden im Folgejahr selbst wieder verzinst – die Basis wächst jedes Jahr mit.
Soll ich Nominalzins oder Effektivzins eingeben?+
Für einen realistischen Vergleich von Anlageprodukten den effektiven Jahreszins verwenden. Er berücksichtigt die unterjährige Verzinsung und ist bei Tages- und Festgeld die übliche Vergleichsgröße.
Werden Abgeltungsteuer und Sparerpauschbetrag berücksichtigt?+
Nein. Auf Kapitalerträge fallen in Deutschland 25 % Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer an, oberhalb des Sparerpauschbetrags von 1.000 € (2.000 € bei Zusammenveranlagung). Diese Abzüge müssen separat eingeplant werden.
Warum weicht das Ergebnis von Bankangeboten leicht ab?+
Banken rechnen oft mit unterjähriger Verzinsung, taggenauer Berechnung oder Aktionszinsen für die ersten Monate. Hier wird die mathematische Standardformel mit jährlicher Verzinsung genutzt – kleine Abweichungen sind dadurch normal.
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