Watt-pro-kg-Rechner
Eingabe
Hinweis zur Einordnung
Alle Ergebnisse dienen der Orientierung im Training und ersetzen keine Leistungsdiagnostik.
Warum Watt pro Kilogramm die entscheidende Kennzahl ist
Absolute Wattzahlen sagen wenig aus, solange das Gewicht fehlt: An Steigungen muss die eigene Masse gegen die Schwerkraft bewegt werden, deshalb bestimmt das Verhältnis aus Leistung und Körpergewicht (W/kg), wer oben zuerst ankommt.
Andrew Coggan hat aus den Daten tausender Radsportler das sogenannte Power Profile erstellt – eine Tabelle, die W/kg-Werte für verschiedene Belastungsdauern (5 s, 1 min, 5 min, 60 min/FTP) in Leistungsklassen einteilt.
Welche Eingaben braucht der Rechner?
- Tragen Sie die durchschnittliche Leistung in Watt ein (z. B. aus einem Leistungsmesser oder Smart-Trainer).
- Geben Sie Ihr aktuelles Körpergewicht in Kilogramm ein.
- Wählen Sie Geschlecht und Belastungsdauer für die Einordnung.
- Lesen Sie Ihren W/kg-Wert und die Leistungsklasse ab.
Die einfache Formel hinter W/kg
Beispiel: 285 W bei 75 kg ergeben 3,80 W/kg. Für Vergleiche immer dieselbe Belastungsdauer verwenden – Sprintwerte und FTP-Werte sind nicht austauschbar.
Was bedeuten die Leistungsklassen?
Bei Männern gelten rund 1,9 W/kg (FTP) als untrainiert, 3,0–4,0 W/kg als gut bis sehr gut trainiert, über 5,7 W/kg als Weltklasse. Die Skala für Frauen liegt etwa 15 % niedriger.
Für Bergankünfte bei Amateurrennen sind meist 4 W/kg über 20–60 Minuten nötig; im Profifeld werden an langen Anstiegen Werte über 6 W/kg gefahren.
Beispiel aus dem Alltag
Tom wiegt 80 kg und hält auf seinem Smart-Trainer 20 Minuten lang 250 Watt. Sein FTP-Wert liegt bei etwa 238 W, also 2,97 W/kg – laut Tabelle ein mittleres Trainingsniveau. Um an der Vereinsausfahrt am Berg mitzuhalten, peilt er 3,5 W/kg an: entweder 280 W FTP bei gleichem Gewicht oder 245 W bei 70 kg.
Wo liegen die Grenzen der Einordnung?
Die Tabelle beschreibt Durchschnittswerte großer Stichproben – einzelne Fahrer können von den Bändern abweichen, ohne schlechter oder besser trainiert zu sein.
Auf flacher Strecke zählt neben W/kg vor allem die absolute Leistung im Verhältnis zur Stirnfläche (W/CdA). Das Gewicht allein entscheidet nur am Berg.
FAQ: Häufige Fragen
Was sind gute W/kg-Werte für Hobbyfahrer?+
Viele ambitionierte Hobbyfahrer liegen bei 3–4 W/kg (FTP). Ab etwa 4,5 W/kg fährt man in den meisten Amateurrennen vorne mit.
Soll ich zum W/kg-Verbessern abnehmen?+
Nur moderat: Wer zu schnell Gewicht verliert, verliert auch Muskeln und Leistung. Meist ist der Weg über mehr Watt nachhaltiger als über weniger Kilogramm.
Warum unterscheiden sich die Tabellen für Männer und Frauen?+
Die Coggan-Tabelle bildet reale Leistungsdaten ab. Im Schnitt liegen die Werte von Frauen etwa 10–15 % unter denen von Männern gleichen Trainingsstands.
Quellen
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