Marathon-Zeit-Rechner
Referenzleistung
| km 5 | 24:32 min |
| km 10 | 49:04 min |
| km 15 | 1:13:35 h |
| km 20 | 1:38:07 h |
| km 25 | 2:02:39 h |
| km 30 | 2:27:11 h |
| km 35 | 2:51:43 h |
| km 40 | 3:16:14 h |
| Ziel (42,195 km) | 3:27:01 h |
Hinweis
Alle Ergebnisse dienen der Orientierung im Training und ersetzen keine Leistungsdiagnostik. Die Prognose setzt voraus, dass die Ausdauer für die Marathondistanz gezielt trainiert wurde.
Wie lässt sich eine Marathon-Zeit vorhersagen?
Läufer werden über längere Distanzen nicht linear langsamer, sondern folgen einer Potenzfunktion: Mit jeder Verdopplung der Distanz steigt die Zeit um etwas mehr als das Doppelte. Peter Riegel hat diesen Zusammenhang 1981 in eine einfache Formel gefasst, die bis heute Standard in der Trainingsplanung ist.
Die Prognose funktioniert am besten, wenn die Referenzzeit aus einem echten Wettkampf stammt und nicht älter als 8–10 Wochen ist.
So berechnen Sie Ihre Marathon-Zielzeit
- Wählen Sie die Distanz Ihres letzten Wettkampfs oder Leistungstests.
- Tragen Sie die dort gelaufene Zeit in Stunden, Minuten und Sekunden ein.
- Lesen Sie die prognostizierte Marathon-Zeit und das nötige Durchschnittstempo ab.
- Nutzen Sie die Zwischenzeiten-Tabelle als Richtwert für ein gleichmäßiges Renntempo.
Die Riegel-Formel
T1 ist Ihre Zeit über die Referenzdistanz D1, D2 ist die Marathondistanz (42,195 km). Der Ermüdungsexponent 1,06 bildet den typischen Tempoverlust trainierter Läufer ab.
Wie realistisch ist die Prognose?
Wer die Marathondistanz mit langen Läufen von 30+ km vorbereitet hat, liegt meist innerhalb von ±3 % der Prognose. Ohne ausreichende lange Läufe wird die Zielzeit in der Regel deutlich verfehlt – die Formel kennt Ihr Training nicht.
Kurze Referenzdistanzen (5 km) überschätzen das Marathonpotenzial eher als lange (Halbmarathon). Je näher die Referenz am Marathon liegt, desto verlässlicher das Ergebnis.
Beispiel aus dem Alltag
Lena läuft beim Stadtlauf 10 km in 45:00 Minuten. Die Riegel-Formel ergibt daraus eine Marathon-Prognose von rund 3:30 Stunden bei einem Durchschnittstempo von etwa 4:58 min/km. Für ihren ersten Marathon plant sie konservativ 3:35 ein und startet mit 5:05 min/km.
Welche Faktoren die Formel nicht kennt
Hitze, Wind, Höhenprofil und Verpflegung beeinflussen die reale Zeit erheblich – ein hügeliger Marathon bei 25 °C kann 10–15 Minuten kosten.
Die Formel geht von gleichmäßigem Laufen aus. Wer zu schnell startet, verliert auf den letzten 10 km oft mehr, als die Prognose hergibt.
FAQ: Häufige Fragen
Welche Referenzdistanz ist am aussagekräftigsten?+
Der Halbmarathon liefert die zuverlässigste Marathon-Prognose. 10-km-Zeiten funktionieren gut, 5-km-Zeiten überschätzen das Potenzial eher.
Warum ist meine reale Zeit langsamer als die Prognose?+
Meist fehlen lange Läufe über 30 km im Training oder das Renntempo war zu ambitioniert. Die Riegel-Formel setzt eine vollständige Marathonvorbereitung voraus.
Gilt die Formel auch für Ultramarathons?+
Für Distanzen jenseits von 50 km wird die Prognose zunehmend ungenau, weil Ermüdung, Verpflegung und Gelände dominieren. Dort werden höhere Exponenten (1,08–1,12) verwendet.
Quellen
Verwandte Rechner
Halbmarathon-Zeit-Rechner
Halbmarathon-Zielzeit aus 5-km- oder 10-km-Zeit mit der Riegel-Formel prognostizieren – mit Pace und 5-km-Splits.
Triathlon-Pace-Rechner
Gesamtzeit und Paces für Sprint-, Olympische, Mittel- und Langdistanz aus Segmentzeiten und Wechseln berechnen.
Pace Rechner
Lauf-Pace, Geschwindigkeit und Endzeit für 5 km, 10 km, Halbmarathon oder Marathon berechnen.
Handicap-Rechner
Golf-Handicap nach dem World Handicap System (WHS) berechnen.