Brutto-Netto-Rechner
Gehalt & Steuerjahr
Steuerklasse & Kirchensteuer
Sozialversicherung
- • Kinderloszuschlag von 0,6 % zur Pflegeversicherung wurde berücksichtigt (ab 23 Jahren).
Jahresübersicht
Schätzwert / unverbindlich
Diese Brutto-Netto-Schätzung berücksichtigt Steuerklasse, Bundesland, Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag, Beitragsbemessungsgrenzen sowie Zusatzbeitrag und Kinderzahl für die Pflegeversicherung. Freibeträge, Kinderfreibeträge auf der Lohnsteuerkarte, geldwerte Vorteile, Sachbezüge, betriebliche Altersvorsorge oder PKV-Tarife können zu Abweichungen auf der tatsächlichen Lohnabrechnung führen.
Effektive Abgabenquote: 26,9 % vom monatlichen Brutto.
Was Brutto und Netto in Deutschland bedeuten
Das Bruttogehalt ist der vereinbarte Lohn vor allen Abzügen, das Nettogehalt der Betrag, der tatsächlich auf dem Konto ankommt. Dazwischen liegen Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, eventuell Kirchensteuer und die Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung.
Wie groß die Lücke zwischen Brutto und Netto ausfällt, hängt vor allem von Steuerklasse, Bundesland, Kinderzahl, Krankenkasse und Höhe des Einkommens ab. Schon der Wechsel der Steuerklasse oder ein anderer Zusatzbeitrag der Krankenkasse kann das Netto spürbar verschieben.
Steuerklasse, Bundesland und Krankenkassenbeitrag eintragen
- Wählen Sie das Steuerjahr, damit Tarif und Beitragsbemessungsgrenzen korrekt angewendet werden.
- Geben Sie Ihr Bruttogehalt ein und stellen Sie ein, ob es sich um einen Monats- oder Jahreswert handelt.
- Wählen Sie Steuerklasse, Bundesland und ob Kirchensteuer für Sie gilt.
- Tragen Sie die Anzahl Ihrer Kinder ein – ab dem zweiten Kind sinkt der Pflegeversicherungsbeitrag.
- Passen Sie bei Bedarf den Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung sowie die Pflicht in Renten- und Arbeitslosenversicherung an.
Welche Formel hinter der Berechnung steht
Grundlage sind der Einkommensteuertarif nach § 32a EStG, die Arbeitnehmeranteile der Sozialversicherung, der halbe Zusatzbeitrag zur GKV sowie 8 % bzw. 9 % Kirchensteuer auf die Lohnsteuer.
Wie sich Steuerklasse und Bundesland auf das Netto auswirken
Die Steuerklasse steuert maßgeblich die Höhe der monatlichen Lohnsteuer. Steuerklasse III bringt bei Verheirateten meist das höchste Netto, Steuerklasse V das niedrigste; IV/IV ist häufig die ausgewogenste Variante. Steuerklasse VI entsteht bei einem zweiten Job und führt zu deutlich höheren Abzügen.
Beim Bundesland spielen Kirchensteuer (8 % in Bayern und Baden-Württemberg, 9 % in den übrigen Ländern) und der Zusatzbeitrag der jeweiligen Krankenkasse eine Rolle. Der gesetzliche Beitragssatz selbst ist bundesweit gleich.
Beispiel aus dem Alltag
Eine Angestellte in München verdient 4.500 € brutto pro Monat, ist in Steuerklasse I, gesetzlich versichert und nicht kirchensteuerpflichtig. Der Rechner ermittelt zuerst die Arbeitnehmeranteile für Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung.
Anschließend wird die Lohnsteuer auf Basis des Jahreseinkommens geschätzt; je nach Höhe kommen Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer hinzu. Das Nettogehalt liegt in diesem Fall typischerweise zwischen rund 2.850 € und 2.950 € pro Monat.
Warum Ihre echte Lohnabrechnung leicht abweichen kann
Der Rechner liefert eine fundierte Schätzung, ersetzt aber keine offizielle Lohnabrechnung. Individuelle Faktoren wie Freibeträge, Kinderfreibeträge, private Krankenversicherung, betriebliche Altersvorsorge, geldwerte Vorteile, Firmenwagen, Schichtzuschläge oder Einmalzahlungen werden nicht vollständig abgebildet.
Auch Rundungen in der Lohnabrechnung, monatlich schwankende Bezüge oder ein im Jahresverlauf wechselnder Zusatzbeitrag der Krankenkasse können dazu führen, dass das echte Netto ein paar Euro nach oben oder unten abweicht.
FAQ: Häufige Fragen
Welche Steuerklasse ist für mich die richtige?+
Steuerklasse I gilt meist für Ledige, II für Alleinerziehende, III/V oder IV/IV für Verheiratete und VI für ein zweites Beschäftigungsverhältnis. Die für Sie zutreffende Klasse steht auf Ihrer elektronischen Lohnsteuerbescheinigung; verbindlich ist die Auskunft des Finanzamts.
Ab wann fällt der Solidaritätszuschlag noch an?+
Seit der Reform fällt der Soli nur noch oberhalb einer bestimmten Lohnsteuergrenze an. Bei vielen niedrigen und mittleren Einkommen ist er entweder 0 € oder ein sehr kleiner Betrag; in der Spitzengruppe werden weiterhin 5,5 % der Lohnsteuer fällig.
Wie wirkt sich ein höherer Zusatzbeitrag der Krankenkasse aus?+
Den Zusatzbeitrag tragen Arbeitnehmer und Arbeitgeber je zur Hälfte. Steigt der Zusatzbeitrag um 0,5 Prozentpunkte, sinkt das Netto bei einem Bruttogehalt von 4.000 € um rund 10 € pro Monat.
Warum reduziert die Kinderzahl den Pflegeversicherungsbeitrag?+
Seit Juli 2023 staffelt der Gesetzgeber den Pflegebeitrag nach Kinderzahl: Eltern zahlen weniger, je mehr Kinder unter 25 Jahren im Haushalt leben. Kinderlose ab 23 Jahren zahlen einen Zuschlag.
Kann ich mit dem Rechner ein Jahresgehalt eingeben?+
Ja. Sie können zwischen monatlicher und jährlicher Eingabe wechseln. Der Rechner zeigt anschließend Brutto, Netto und alle Abzüge sowohl auf Monats- als auch auf Jahresbasis an.
Quellen
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