Kirchensteuer Rechner
Eingabe
Wer zahlt Kirchensteuer?
Mitglieder einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft – in Deutschland vor allem evangelische und katholische Landeskirchen, jüdische Gemeinden – zahlen Kirchensteuer als Zuschlag zur Einkommensteuer.
Die Bemessungsgrundlage ist die festgesetzte Lohn- bzw. Einkommensteuer, nicht das Bruttoeinkommen.
Welche Eingaben braucht der Kirchensteuer Rechner?
- Lohn- bzw. Einkommensteuer in Euro eintragen (Monatswert oder Jahreswert).
- Bezugszeitraum wählen.
- Bundesland auswählen.
- Kirchensteuer pro Monat und Jahr ablesen.
Formel zur Berechnung der Kirchensteuer
Bei Familien wird der Kinderfreibetrag fiktiv abgezogen, bevor die Kirchensteuer berechnet wird – das mindert die Bemessungsgrundlage.
Beispiel aus dem Alltag
Eine Angestellte in NRW zahlt 500 € Lohnsteuer pro Monat.
Kirchensteuer: 500 × 9 % = 45 €/Monat bzw. 540 €/Jahr.
Was der Rechner nicht berücksichtigt
Besondere Kirchgelder bei glaubensverschiedener Ehe sind nicht abgebildet.
Eine Kappung der Kirchensteuer auf 2,75–4 % des zvE ist in einigen Bundesländern auf Antrag möglich.
FAQ: Häufige Fragen
Kann ich die Kirchensteuer von der Steuer absetzen?+
Ja, als Sonderausgabe nach § 10 Abs. 1 Nr. 4 EStG – außer dem Kirchensteueranteil auf abgeltend besteuerte Kapitalerträge.
Was passiert nach einem Kirchenaustritt?+
Die Kirchensteuerpflicht endet meist mit Ablauf des Folgemonats nach Austrittserklärung beim Standesamt oder Amtsgericht.
Wird Kirchensteuer auf Kapitalerträge erhoben?+
Ja, automatisch über das Kreditinstitut, sofern keine Sperrvermerk-Erklärung vorliegt.
Gibt es Kirchensteuer auch bei Selbstständigen?+
Ja, sie wird mit der Einkommensteuererklärung berechnet und über die Steuerveranlagung erhoben.
Quellen
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