Ehegattenunterhalt Rechner

Verpflichteter (A)

Berechtigter (B)

Weitere

  • Nachehelicher Unterhalt kann nach § 1578b BGB zeitlich und der Höhe nach begrenzt werden.
  • Vereinfachte Orientierung nach dem Halbteilungsgrundsatz bzw. 45-%-Differenzmethode bei Erwerbseinkommen. Wohnvorteil, Zusatzeinkünfte, Steuerklassenwechsel, Vorsorgeaufwand und individuelle Bedarfsermittlung sind nicht abgebildet. Kein Ersatz für eine individuelle Unterhaltsberechnung.
Nachehelicher Unterhalt / Monat (Orientierung)945,00 €
Bedarf B (Halbteilung)2.205,00 €
Bereinigt A (mit Erwerbstätigenbonus)3.150,00 €
Bereinigt B (mit Erwerbstätigenbonus)1.260,00 €
Rechnerischer Anspruch (vor Selbstbehalt)945,00 €
Selbstbehalt A1.600,00 €
Zahlbetrag nach Selbstbehalt945,00 €

Hinweis

Nachehelicher Unterhalt setzt einen Unterhaltstatbestand nach §§ 1569 ff. BGB voraus. Wohnvorteil, Zusatz- und Kapitaleinkünfte, Steuern, Vorsorgeaufwand, Schulden, Kindesunterhalt, Befristung/Herabsetzung nach § 1578b BGB und Billigkeitsprüfung sind hier nicht vollständig abgebildet.

Voraussetzungen für nachehelichen Unterhalt

Anders als der Trennungsunterhalt ist der nacheheliche Unterhalt an einen konkreten Tatbestand aus den §§ 1570–1576 BGB gebunden. Häufig geht es um Betreuungs-, Aufstockungs- oder Krankheitsunterhalt.

Nach § 1578b BGB kann der Unterhalt zeitlich und der Höhe nach beschränkt werden – etwa wenn die Ehe kurz war oder keine ehebedingten Nachteile mehr bestehen.

Berechnungsformel (vereinfacht)

Anspruch = ((A · 0,9 + B · 0,9) / 2) − (B · 0,9)

Mit 1/10 Erwerbstätigenbonus vor der Halbteilung. Ohne Erwerbstätigkeit entfällt der Bonus jeweils.

Beispiel aus dem Alltag

A verdient nach der Scheidung 3.500 € netto (erwerbstätig), B 1.400 €. Halbteilung nach 1/10-Abzug: (3.150 + 1.260)/2 = 2.205 €. Bedarf B ≈ 2.205 €, eigener Anteil 1.260 € → grober Anspruch ca. 945 €. Konkrete Begrenzung nach § 1578b bleibt möglich.

Grenzen des Rechners

Der Rechner prüft nicht, ob überhaupt einer der Unterhaltstatbestände vorliegt, und bildet Wohnvorteil, Karriereknick oder Herabsetzung nach § 1578b nicht ab.

FAQ: Häufige Fragen

Wie lange bekommt man nachehelichen Unterhalt?+

So lange die Voraussetzungen des jeweiligen Tatbestandes vorliegen; das Gericht kann nach § 1578b befristen.

Was ist Aufstockungsunterhalt?+

Er gleicht den Einkommensunterschied aus, wenn ein Ehegatte trotz vollzeitnaher Erwerbstätigkeit deutlich weniger verdient.

Kann der Unterhalt verwirkt werden?+

Ja, bei groben Verfehlungen nach § 1579 BGB (z. B. neue verfestigte Lebensgemeinschaft, Straftaten).

Zählt Ehegattenunterhalt zum Einkommen?+

Ja – er ist beim Empfänger einkommensteuerpflichtig, wenn der Zahlende ihn als Sonderausgabe absetzt (Realsplitting).

Quellen

Verwandte Rechner