Dachneigung Rechner
Berechnungsmodus
Maße
Winkel & Prozent
Rechenweg
tan(α) = h / s = 3,50 m / 5,00 m = 0,7000 → α = arctan(0,7000) = 34,99° = 70,00 % → Sparrenlänge L = √(h² + s²) = 6,103 m
Formeln: tan(α) = h / s, L = √(h² + s²), Neigung [%] = tan(α) · 100.
Was die Dachneigung bei Dachplanung und Eindeckung beeinflusst
Die Dachneigung beeinflusst Eindeckung, Schneelast, Solarertrag und Wohnraumgewinn im Dachgeschoss. Ziegel haben Mindestneigungen (z. B. 22°–25° für klassische Tonziegel), Bitumenbahnen funktionieren auch unter 5°, und PV-Module liefern in Mitteleuropa um 30°–35° den höchsten Jahresertrag.
Der Rechner geht von einem symmetrischen Satteldach aus: zwei gleich geneigte Dachflächen treffen sich am First. Halbe Spannweite, Firsthöhe und Sparrenlänge bilden ein rechtwinkliges Dreieck.
Firsthöhe, Spannweite und Sparrenlänge richtig eingeben
- Berechnungsmodus wählen: Neigung aus Höhe & halber Spannweite, Firsthöhe aus Neigung & Spannweite, Sparrenlänge berechnen oder Grad ↔ Prozent umrechnen.
- Maße in cm oder m eintragen – die Skizze passt sich an und beschriftet Spannweite, Firsthöhe und Winkel α.
- Bei Modus „Sparrenlänge“ ergibt sich die Länge aus dem Satz des Pythagoras: L = √(h² + s²) mit s = halbe Spannweite.
Formeln und Rechenweg für Dachneigung und Sparrenlänge
h = Firsthöhe (über der Traufe), s = halbe Spannweite. 100 % entsprechen 45°; bei 30° sind es ca. 57,7 %, bei 45° genau 100 %.
Beispiel aus dem Alltag
Ein Einfamilienhaus hat eine Dachbreite von 10 m (halbe Spannweite 5 m) und eine Firsthöhe von 3,5 m. Daraus ergibt sich tan(α) = 3,5 / 5 = 0,7 → α ≈ 35°. Die Neigung in Prozent beträgt 70 %, die Sparrenlänge √(3,5² + 5²) ≈ 6,10 m.
Bei dieser Neigung sind klassische Dachziegel problemlos einsetzbar; gleichzeitig liegt die Ausrichtung im optimalen Bereich für Photovoltaik-Anlagen in Deutschland.
Welche Eindeckung zu welcher Dachneigung passt
Flachdach: 0°–7°, meist mit Bitumen oder Folien gedeckt. Flachgeneigtes Dach: 7°–22°. Steildach: ab 22°, klassische Eindeckung mit Ziegeln oder Schiefer.
Wichtig: Die Regeldachneigung des Eindeckungsmaterials (Herstellerangabe) muss eingehalten werden. Wer darunter eindeckt, braucht zusätzliche Maßnahmen wie Unterspannbahnen oder Schweißbahnen.
FAQ: Häufige Fragen
Welche Dachneigung ist für PV optimal?+
In Deutschland liefern südausgerichtete Module mit 30°–35° Neigung den höchsten Jahresertrag. Auch 20°–45° sind ohne nennenswerte Einbußen brauchbar.
Gilt die Berechnung auch für Pultdächer?+
Ja. Bei einem Pultdach entspricht die volle Spannweite der waagerechten Strecke, die Höhe ist die Firsthöhe gegenüber der Traufe – die Formeln bleiben dieselben.
Warum entsprechen 100 % einem Winkel von 45°?+
Bei 100 % steigt das Dach pro 1 m Lauflänge um 1 m – also genau im Verhältnis 1:1. Das entspricht einem Winkel von arctan(1) = 45°.
Was ist die „halbe Spannweite“?+
Bei einem symmetrischen Satteldach ist es der Abstand von der Außenkante der Traufe bis zur Mitte unter dem First – also die halbe Dachbreite des Hauses.
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