Förderhöhe Pumpe Rechner

Druck

Geschwindigkeit

Höhe & Medium

Förderhöhe H10,05 m
Druckanteil0,00 m
Geschwindigkeitsanteil0,051 m
Geodätischer Anteil (z₂ − z₁)10,00 m

Hinweis

Das Ergebnis ist die manometrische Förderhöhe nach Bernoulli. Reibungsverluste in Rohren, Bögen und Armaturen sind nicht enthalten und müssen für die Pumpenauswahl zusätzlich addiert werden.

Was ist die Förderhöhe einer Pumpe?

Die Förderhöhe H beschreibt, welche Energie eine Pumpe pro Kilogramm Flüssigkeit auf den Förderstrom überträgt – ausgedrückt als äquivalente Höhe einer Wassersäule. Sie setzt sich aus drei Anteilen zusammen: dem statischen Druckunterschied, dem Geschwindigkeitsunterschied und der geodätischen Höhendifferenz.

Zusammen mit der Fördermenge Q ergibt H die Pumpenkennlinie und bestimmt den Betriebspunkt im Schnittpunkt mit der Anlagenkennlinie.

Bernoulli-Formel für die Förderhöhe

H = (p₂ − p₁) / (ρ · g) + (v₂² − v₁²) / (2 · g) + (z₂ − z₁)

p₁/p₂ in Pa, v₁/v₂ in m/s, z₁/z₂ in m, ρ in kg/m³ (Wasser ≈ 1 000), g ≈ 9,81 m/s². Index 1 = Saugseite, Index 2 = Druckseite. Reibungsverluste in Rohrleitung und Armaturen sind in dieser Form nicht enthalten und müssen separat hinzugerechnet werden.

Beispiel aus dem Alltag

Eine Brunnenpumpe fördert Wasser aus 8 m Tiefe in einen Hochbehälter, der 10 m über dem Boden liegt. z₂ − z₁ beträgt also 18 m. Bei vernachlässigbarem Druck- und Geschwindigkeitsunterschied liegt die Förderhöhe bei rund 18 m – plus Reibungsverluste meist 20–25 m, was eine typische Gartenpumpe gerade noch leistet.

In einer Heizungsanlage mit geschlossenem Kreislauf sind z₁ und z₂ gleich (H_geodätisch = 0). Die Förderhöhe entspricht dann nur den Druckverlusten der Rohrleitungen und Heizkörper – meist 1–3 m bei Einfamilienhäusern.

Was der Rechner nicht berücksichtigt

Es wird die theoretische manometrische Förderhöhe berechnet. Reibungsverluste (λ-Werte, Einzelwiderstände, Filter, Ventile) und der NPSH-Wert (Kavitationsgrenze) sind nicht enthalten und müssen für die Pumpenauswahl ergänzt werden.

Für die endgültige Auslegung empfiehlt sich die Pumpenkennlinie des Herstellers und – bei längeren Rohrleitungen – eine vollständige Druckverlustberechnung nach Darcy-Weisbach.

FAQ: Häufige Fragen

Wie unterscheiden sich Förderhöhe und Förderdruck?+

Die Förderhöhe wird in Metern Wassersäule angegeben, der Förderdruck in bar oder Pa. Es gilt: 1 bar ≈ 10,2 m Wassersäule (bei Wasser, 4 °C).

Wie viel Förderhöhe braucht eine Gartenpumpe?+

Faustregel: 1 m geodätischer Höhe + 1 m pro 10 m Schlauch + 5–10 m Reserve für Druck am Sprenger. Eine 30-m-Pumpe reicht für die meisten Privatgärten.

Was ist der Unterschied zwischen statischer und manometrischer Förderhöhe?+

Die statische Förderhöhe ist nur die geodätische Differenz (z₂ − z₁). Die manometrische enthält zusätzlich Druck- und Geschwindigkeitsterme nach Bernoulli.

Muss ich Reibungsverluste berücksichtigen?+

Ja. Für die Pumpenauswahl wird zu H_Bernoulli zusätzlich H_Verlust addiert. In Heizungs- und Wasserleitungen typischerweise 1–5 m, in langen Rohrnetzen deutlich mehr.

Quellen

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